Skip to main content

„Varieté-TSC“ mit Luftakrobatik


Der Turn- und Sportclub Strausberg zeigt am 25. und 26. Januar eine Show mit 17 Programmpunkten und allen Facetten aus der eigenen Vereinsarbeit in der Giebelsee-Halle.

Das Turnen kennt viele Geräte. Marie Triebkorn und Jenny Westphal nutzen Bänder als Turngerät. Diese robusten Bänder, an deren unteren Ende sich eine Lasche zum Einhängen von Armen und Beinen befindet, werden dicht unter der Hallendecke befestigt. An diesen, Strapaten genannten Bändern, präsentieren die beiden Turnerinnen den Zuschauern der vier Vorstellungen der TSC-Turn Gala am Samstag und Sonntag in der Giebelsee erstmals diese Akrobatik. Kreativ nutzen sie die Strapaten zum Klettern, Einhängen und Einwickeln, ja sogar zum Drehen und Auffangen. Scheinbar schwebend, zeigen sie akrobatische Posen, wie den Spagat und fliegen atemberaubend durch die Luft. Bei aller Dreherei behalten sie dennoch die Übersicht für ihre einfallsreiche Choreografie und die eigene Absicherung. Wenn sie mit ihrer Gewandtheit fast spielend die Schwerkraft auch an den Strapaten austricksen, zeigen sie eine weitere Facette ihrer kreativen Sportart.

Ich hatte im Zirkus Roncalli vor Jahren eine Artistin an den Strapaten gesehen. Deshalb fragte ich die Turnerinnen, wie sie auf die Idee mit diesen Gurten gekommen sind. Tatsächlich konnten sich beide kaum noch daran erinnern. Schließlich üben sie schon fast ein Jahr daran. Das Thema kam irgendwann während des Trainings nebenbei zur Sprache. Markus Czychi hat sich als Mitglied im Vorstand darum gekümmert und bald hingen, die Strapaten in der Jahn-Turnhalle. Daraufhin hat sie jeder für sich ausprobiert „Wir dachten uns irgendwann, dass Strapaten sehr gut zum Thema der diesjährigen Turn-Gala passen würden. Nachdem wir festgestellt haben, dass wir beide uns für die Strapaten begeistern, beschlossen wir zusammen ein Programm für die Gala auf die Beine zu stellen.“

Marie Triebkorn und Jenny Westphal agieren hoch unter der Hallendecke. Wie sichern sie sich ab? Darauf gaben sie zur Antwort: „Wir nutzen die Gesetze der Physik und haben eine Menge Vertrauen ineinander. Insgesamt war sehr viel Training notwendig.“

Die notwendigen Fähigkeiten dafür, haben sie sich in jahrelangem Training an den üblichen Turn-Geräten angeeignet. Bekanntlich standen sie in der Mannschaft des TSC Strausberg, die im November 2019 beim Oranienburger Pokalturnen siegte.

To top